Ist Hessen Mobil taub?

Petra Scharf, Stadtverordnete und Landtagskandidatin für den Frankfurter Westen, ärgert sich über die Haltung der Hessischen Landesregierung und Hessen Mobil zur Ablehnung von Tempo 100 auf den Autobahnen um den Ortsbezirk 6-West, insbesondere in Sossenheim und Goldstein.

Theoretische Lärmberechnungen sind für Hessen Mobil und die Hessische Landesregierung wohl entscheidender als die Empfindungen und Belastungen der Anwohner. Es mag ja sein, dass sich bis auf kleine Ausnahmen kein rechtlicher Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen aufgrund der Lärmschutz-Richtlinie ergibt. Aber um den insgesamt lärmgeplagten Menschen, die in Autobahnnähe wohnen, zu helfen, ist auch eine politische Entscheidung zu Tempo 100 möglich. Einzelne Abschnitte mit Tempo 100 gibt es bereits, so dass ein gleichmäßiger Verkehrsfluss nicht nur lärmmindernd wirkt, sondern auch Staus an den zahlreichen Zu- und Abfahrten vermindert – also insgesamt ein Gewinn für den Verkehr und die Anwohner wäre. „Ich bedaure sehr, dass sich hier Uwe Serke als Landtagsabgeordneter nicht besser gerade für die Sossenheimer Bevölkerung durchsetzen kann oder will.“ Gerade Kinder und Kranke leiden besonders unter dauerhaften Lärmbelastungen. Mit einer einfachen kostengünstigen Maßnahme der Tempobegrenzung auf 100km/h kann der stress- und lärmgeplagten Stadtbevölkerung bei vorhandenem politischem Willen leicht geholfen werden, „dafür werden ich mich als Landtagsabgeordnete gern einsetzen“, so Petra Scharf.